Kostenlose KI-Accounts stoßen schnell an ihre Grenzen – vor allem bei Workshops. Eine selbst programmierte Lösung hat mir kürzlich einen KI-Praxis-Workshop gerettet – und könnte auch für Planungsbüros interessant sein.
Wer ChatGPT, Gemini oder andere Dienste mit einem kostenlosen Konto nutzt, kennt das Problem: Damit lassen sich inzwischen großartige Bilder per Text-Prompt erzeugen, aber meist nur zwei oder drei Bilder pro Tag – für einen ganzen Workshop-Nachmittag ist das viel zu wenig.
Die Lösung: ein eigener Bildgenerator
Für den Praxis-Workshop an der Bauhaus-Akademie in Weimar Anfang Januar 2026 habe ich deshalb am Vortag spontan eine eigene Lösung entwickelt: ein selbst entwickelter Bildgenerator, den die Teilnehmenden ohne eigene Anmeldung nutzen können.
Die Abrechnung läuft über einen API-Schlüssel des Dozenten – die Kosten pro Bild liegen bei etwa 4 Cent. Das kann man mal spendieren 😃
Technisch handelt es sich um eine einfache Web-Anwendung mit Passwortschutz, die aus gerade einmal zwei Dateien besteht: einer PHP- und einer HTML-Datei. Hochladen auf den Webspace – fertig.
Was das Tool kann
Der Bildgenerator bietet drei Hauptfunktionen: Er erstellt Architekturvisualisierungen aus Textbeschreibungen, transformiert vorhandene Bilder (etwa eine Handskizze in ein fotorealistisches Rendering) und kombiniert zwei Bilder miteinander – beispielsweise die Kubatur aus Bild 1 mit dem Stil aus Bild 2.
Die hochgeladenen Bilder werden dabei nicht gespeichert, sondern nur zur Verarbeitung an die KI übermittelt.

Entstanden durch „Vibe Coding“
Das Besondere: Die gesamte Anwendung habe ich mithilfe von Claude – dem KI-Chatbot von Anthropic – produziert, ohne dass tiefgreifende Programmierkenntnisse nötig waren.
Diese Art der KI-gestützten Softwareentwicklung wird übrigens auch als „Vibe Coding“ bezeichnet. Kleinere Anforderungen im digitalen Alltag können damit schnell mal im Eigenbau gelöst werden.
Ausblick: Auch für Planungsbüros interessant
Aktuell läuft der Bildgenerator über Google Gemini. Geplant sind aber auch Versionen über IONOS mit FLUX- bzw. Stable-Diffusion-Modellen oder über Microsoft Azure (EU) mit GPT-Modellen – um unterschiedliche Anforderungen an den Datenschutz zu erfüllen.
Ein solches Tool könnte auch für Architektur- und Ingenieurbüros attraktiv sein: Um nicht allen Mitarbeitenden kostenpflichtige Pro-Accounts spendieren zu müssen, und trotzdem unkompliziert KI-generierte Bilder erstellen zu können.


